Auftritte

Die dunkle Seite des Mondes: Zur psychotherapeutischen Nebenwirkungsdebatte – 7. Forschungswerkstatt der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz am 9. und 10. November 2018, International Psychoanalytical University Berlin (IPU)


Programm:
Freitag, 9. November 2018
18:00–18:15 Uhr
Begrüßung
18:15–19:45 Uhr
Wirkungen und Nebenwirkungen
Prof. Dr. med. Dr. phil. Horst Kächele (Ulm und Berlin)

Samstag, 10. November 2018
10:00–11:00 Uhr
Methodenspezifische Nebenwirkungen
der Verhaltenstherapie
Prof. Dr. med. Michael Linden (Berlin)

11:00–12:00 Uhr
Methodenspezifische Nebenwirkungen der psychoanalytischen
Therapie – Begriffsklärungen, Klinik, Theorie
Dr. phil. Markus Fäh (Zürich)

12:15–13:00 Uhr
Sinn und Unsinn des Nebenwirkungskonzepts in der
Psychotherapie – eine Debatte
Dr. phil. Markus Fäh, Prof. Dr. med. Dr. phil.
Horst Kächele und Prof. Dr. med. Michael Linden
Moderation Prof. Dr. phil. Lutz Wittmann

14:00–15:00 Uhr
Notwendig? Erwartbar? Erwünscht? Belastungen
während der Psychotherapie aus Sicht von Patienten
und ihren Therapeuten – eine empirische Studie
Prof. Dr. phil. Lutz Wittmann, Prof. Dr. med. Michael
Linden, Eva Blomert, Janice Wasilewski
Nebenwirkungen von
Psychotherapie?

15:00–16:00 Uhr
In der Praxis – Workshop zur Sensibilisierung für
Nebenwirkung im therapeutischen Alltag
Eva Blomert (Berlin)

16:15–17:00 Uhr
Abschlussdiskussion
Referenten und Teilnehmer
Referentinnen und Referenten
Eva Blomert, M.A.
International Psychoanalytic University Berlin (IPU)
Dr. phil. Markus Fäh, Psychoanalytiker IPV, Zürich,
Sigmund Freud Privatuniversität Wien
Prof. Dr. med. Dr. phil. Horst Kächele
International Psychoanalytic University Berlin (IPU)
Prof. Dr. med. Michael Linden, Leiter der Forschungsgruppe
Psychosomatische Rehabilitation an der
Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik
der Charité Universitätsmedizin Berlin
Janice Wasilewski, B.A.
Freie Universität Berlin
Prof. Dr. phil. Lutz Wittmann
Leiter der Hochschulambulanz
International Psychoanalytic University Berlin (IPU)

 

Cinépassion-Matinée:

Samstag, 17. November 2018, 10.30 Uhr,

Kino Arthouse Movie, Nägelihof 4, 8001 Zürich

MON ROI, Maïwenn, Frankreich 2015

Psychoanalytischer Kommentar: Markus Fäh

Die Schauspielerin und Regisseurin Maïwenn sagt zu ihrem Film: «Wenn Leute es schaffen, mit der Person glücklich zu sein, die sie lieben, haben sie grosses Glück. Aber das ist sehr selten.» Nach einem Skiunfall kuriert Anwältin Tony (Emmanuelle Bercot) in einer Reha-Klinik ihre körperlichen Blessuren aus. Doch die seelischen Wunden ihrer gescheiterten Amour Fou mit dem Partylöwen Georgio (Vincent Cassel), dem sie hoffnungslos verfallen war, heilen ungleich langsamer. In der Rückblende werden die Anatomie der unheilvollen Abhängigkeit, die enormen Gefühlsexzesse und die krankhaften Züge der Persönlichkeiten in explosiven Dialogen und schmerzhaft intensiven Nahaufnahmen der Gesichter seziert. Der quälende Klärungsprozess hin zu Trennung und versöhnlich offenem Ende verrät tiefes psychoanalytisches Verständnis: Man verlässt Geliebte aus demselben Grund, aus dem man sich in sie verliebt hat.