Auftritte

Eine notwendige Veranstaltung zur Auseinandersetzung mit krankmachenden Religionen

Psychoanalyse und Koran

Öffentliche Veranstaltung am Freud-Institut Zürich, Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich

Freitag, 1. Februar 2019, 20.30 Uhr

Referat: Dr. phil. Barbara Saegesser, Psychoanalytikerin, Basel

Moderation: Dr. phil. Markus Fäh, Psychoanalytiker, Zürich

Es wird viel über Islam und Islamophobie geschwafelt, aber kaum fundiert diskutiert, welche Folgen eine Religion auf die seelische Struktur und Gesundheit ihrer Anhänger und deren Kinder und Kindeskinder hat. Hören wir eine engagierte Psychoanalytikerin, die sich vor Ort damit auseinandergesetzt hat!

Die Referentin berichtet aus ihrer 14-jährigen ethnopsychoanalytischen klinischen Arbeit mit muslimischen Patientinnen und Patienten in Ostafrika und stellt ihre Theorie zum Wirkungsfeld des Koran und Islam und zu den Lebensmöglichkeiten vor, die Koran und Islam vorgeben. Ihr Fazit: Anstelle psychischer Prozesse stehen Gottes regulative koranische Aussagen und Gebote, letztlich Gesetze. Das hat gravierende Auswirkungen auf die seelische Entwicklung und die Gesundheit.

Barbara Saegesser ist aufgewachsen in Bern. Studium der Philosophie (Promotion in Erkenntnistheorie), Psychologie, Germanistik und Soziologie in Basel. Ausbildungsanalytikerin der Schweizer Gesellschaft für Psychoanalyse, lebt und arbeitet in freier Praxis in Basel. Dozentin an verschiedenen psychoanalytischen Instituten in der Schweiz und im Ausland. Vorträge und Publikationen zur weiblichen Sexualität, zur psychischen Bisexualität, zum Verführen in psychoanalytischen Prozessen, zu ethischen Fragen in psychoanalytischen Gesellschaften usw.
Arbeitet seit vierzehn Jahren individuell, humanitär und ethnopsychoanalytisch (während ihrer Praxisferien), in ostafrikanischen städtischen Gebieten.

Die dunkle Seite des Mondes: Zur psychotherapeutischen Nebenwirkungsdebatte – 7. Forschungswerkstatt der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz am 9. und 10. November 2018, International Psychoanalytical University Berlin (IPU)


Programm:
Freitag, 9. November 2018
18:00–18:15 Uhr
Begrüßung
18:15–19:45 Uhr
Wirkungen und Nebenwirkungen
Prof. Dr. med. Dr. phil. Horst Kächele (Ulm und Berlin)

Samstag, 10. November 2018
10:00–11:00 Uhr
Methodenspezifische Nebenwirkungen
der Verhaltenstherapie
Prof. Dr. med. Michael Linden (Berlin)

11:00–12:00 Uhr
Methodenspezifische Nebenwirkungen der psychoanalytischen
Therapie – Begriffsklärungen, Klinik, Theorie
Dr. phil. Markus Fäh (Zürich)

12:15–13:00 Uhr
Sinn und Unsinn des Nebenwirkungskonzepts in der
Psychotherapie – eine Debatte
Dr. phil. Markus Fäh, Prof. Dr. med. Dr. phil.
Horst Kächele und Prof. Dr. med. Michael Linden
Moderation Prof. Dr. phil. Lutz Wittmann

14:00–15:00 Uhr
Notwendig? Erwartbar? Erwünscht? Belastungen
während der Psychotherapie aus Sicht von Patienten
und ihren Therapeuten – eine empirische Studie
Prof. Dr. phil. Lutz Wittmann, Prof. Dr. med. Michael
Linden, Eva Blomert, Janice Wasilewski
Nebenwirkungen von
Psychotherapie?

15:00–16:00 Uhr
In der Praxis – Workshop zur Sensibilisierung für
Nebenwirkung im therapeutischen Alltag
Eva Blomert (Berlin)

16:15–17:00 Uhr
Abschlussdiskussion
Referenten und Teilnehmer
Referentinnen und Referenten
Eva Blomert, M.A.
International Psychoanalytic University Berlin (IPU)
Dr. phil. Markus Fäh, Psychoanalytiker IPV, Zürich,
Sigmund Freud Privatuniversität Wien
Prof. Dr. med. Dr. phil. Horst Kächele
International Psychoanalytic University Berlin (IPU)
Prof. Dr. med. Michael Linden, Leiter der Forschungsgruppe
Psychosomatische Rehabilitation an der
Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik
der Charité Universitätsmedizin Berlin
Janice Wasilewski, B.A.
Freie Universität Berlin
Prof. Dr. phil. Lutz Wittmann
Leiter der Hochschulambulanz
International Psychoanalytic University Berlin (IPU)

 

Cinépassion-Matinée:

Samstag, 17. November 2018, 10.30 Uhr,

Kino Arthouse Movie, Nägelihof 4, 8001 Zürich

MON ROI, Maïwenn, Frankreich 2015

Psychoanalytischer Kommentar: Markus Fäh

Die Schauspielerin und Regisseurin Maïwenn sagt zu ihrem Film: «Wenn Leute es schaffen, mit der Person glücklich zu sein, die sie lieben, haben sie grosses Glück. Aber das ist sehr selten.» Nach einem Skiunfall kuriert Anwältin Tony (Emmanuelle Bercot) in einer Reha-Klinik ihre körperlichen Blessuren aus. Doch die seelischen Wunden ihrer gescheiterten Amour Fou mit dem Partylöwen Georgio (Vincent Cassel), dem sie hoffnungslos verfallen war, heilen ungleich langsamer. In der Rückblende werden die Anatomie der unheilvollen Abhängigkeit, die enormen Gefühlsexzesse und die krankhaften Züge der Persönlichkeiten in explosiven Dialogen und schmerzhaft intensiven Nahaufnahmen der Gesichter seziert. Der quälende Klärungsprozess hin zu Trennung und versöhnlich offenem Ende verrät tiefes psychoanalytisches Verständnis: Man verlässt Geliebte aus demselben Grund, aus dem man sich in sie verliebt hat.